DER PHILOSOPHISCHE ABEND

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen nach der Winterpause!

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Donnerstag, 21. Februar 2019 um 19:30 Uhr

Ort: „Gartenhaus“, Stadtbibliothek Baden-Baden zum

Vortrag mit anschließendem Gespräch in moderierter Runde:

 

Dr. Gerhard Elwert

Baden-Baden, Mitglied der GPH, spricht zum Thema

 

„Atheistische Spiritualität“

 

Dem Atheisten fehlt ohne Gott nichts. Sinn und Trost sind auch außerhalb der Religion

zu finden. Auf Spiritualität muss der Atheist nicht verzichten. Was Geist genannt wird,

ist überall und jederzeit erlebbar. Der Vortrag geht den aktuellen Strömungen einer

säkularen Spiritualität und Seelsorge nach. Er wird sich u. a. mit der

mystischen Erkenntnis beschäftigen, dass Spiritualität erst

jenseits von Gott beginnt.

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Donnerstag, den  28. März 2019  um 19:30 Uhr

Ort: „Gartenhaus“, Stadtbibliothek Baden-Baden zum

Vortrag mit anschließendem Gespräch in moderierter Runde:

 

Prof. Dr. Graf von Nayhauss

Kulturgemeinde Gernsbach, spricht zum Thema

 

 „Von der Unaufhaltsamkeit

literaturwissenschaftlicher Forschung

am Beispiel von Kafkas Text Kleine Fabel“

 

Prof. Dr. Graf von Nayhauss, der sich schon während seines Studiums und dann während seiner Hochschullehrerlaufbahn immer wieder mit dem Werk Franz Kafkas beschäftigte, zeigt am Beispiel von Kafkas Text Kleine Fabel wie sich literaturwissenschaftliche Forschung unaufhaltsam weiterentwickelt. Immer wieder wird scheinbar Gesichertes erneut in Frage gestellt, immer wieder muss man sich beim Verstehen von Texten damit bescheiden, dass man sich nur annäherungsweise in ein dichterisches Werk vertiefen kann.

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Donnerstag, den  25. April 2019  um 19:30 Uhr

Ort: „Gartenhaus“, Stadtbibliothek Baden-Baden zum

Vortrag mit anschließendem Gespräch in moderierter Runde:

 

Dr. Wolfram Frietsch

1. Vorsitzender der GPH, spricht zum Thema

 

„Über die Grenzen unserer Erkenntnis –

Wissenschaftsphilosophie und ihre Vertreter:

Karl Popper, Thomas S. Kuhn, Paul Feyerabend“

 

Wissenschaft geschieht nicht einfach. Auch sie orientiert sich an Regeln und Vorgaben, die ihrerseits auf philosophischer Grundlage beruhen. Um dies angemessen zu verstehen müssen Begriffe wie Wahrheit, Falsifikation, Paradigmenwechsel oder Objektivität reflektiert und in einen Zusammenhang gestellt werden. Durch solch „sicheres Wissen“ weitet sich unser Verständnis und erlaubt einen Blick über die Grenzen unseres Wissens hinaus.

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Donnerstag, den  23. Mai 2019  um 19:30 Uhr

Ort: „Gartenhaus“, Stadtbibliothek Baden-Baden zum

Vortrag mit anschließendem Gespräch in moderierter Runde:

 

Lena-Johanna Herrmann, M. A.

Bonn, spricht zum Thema

 

„Urteilskraft –

das politische Verstandesvermögen?“

 

Urteilskraft: jene Erkenntnisfähigkeit für die es nicht nur Vernunft, sondern (ungewohnt im Konzept der vernunftorientierten Aufklärung) auch Talent braucht. Jene Erkenntnisfähigkeit, die das Einzelne, die Erscheinungsebene der Dinge und die Phänomenologie überhaupt in den Blick nehmen kann. Sie kann dies aus ihrer größten Schwäche heraus: Es fehlt ihr (anders als der Logik zum Beispiel) an Systematik. Kant widmete der Urteilskraft den dritten Band seines kritischen Projektes. Für John Locke, war die Schulung der Urteilskraft die Grundlage für ein gelingendes Leben. Hannah Arendt erklärte sie kurzerhand zu DEM politischen Verstandesvermögen. Hier setzen wir an.

Im Bewusstsein der Tatsache, dass Arendt mit ihrer Schrift über „das Urteilen“ ein Kunstgriff gelingt, betrachten wir die rechtlich und politisch relevante Ebene dieser Einschätzung. Unter anderem mit folgender Problematik im Hinterkopf: Urteilskraft läuft immer Gefahr aus einer gewissen Passivität und aus einem historischen „Zu-spät“ heraus zu agieren. Das wird besonders deutlich, wenn ein gerichtliches Urteil das rechtzeitige Handeln ersetzt. Der ehemalige Generalsekretär Kofi Annan äußerte dazu einmal: „In den neunziger Jahren stellten wir bei den Tribunalen für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda fest, dass Strafverfolgung als Ersatz für reales Handeln benutzt werden kann.“ Wir werden uns an diesem Abend mit den Grenzen und den Möglichkeiten der Urteilskraft befassen.

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Donnerstag, den  27. Juni 2019  um 19:30 Uhr

Ort: „Gartenhaus“, Stadtbibliothek Baden-Baden zum

Vortrag mit anschließendem Gespräch in moderierter Runde:

 

Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski

Vallendar, spricht zum Thema

 

„Heimat Europa“

 

Heute – in Zeiten der Globalisierung aber auch eines neuen Erwachens nationalistischer Tendenzen in vielen europäischen Ländern – stellt sich mit immer größerer Dringlichkeit die Frage danach, was „Heimat“ noch bedeuten kann. Zugleich befindet sich Europa in der größten Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Europäische Union steht vor zahlreichen Herausforderungen. Auch die Idee Europas ist fraglich geworden. Worin liegt eigentlich die Identität Europas? Kann Europa selbst Heimat sein? Und ist es nicht sogar notwendig, Europa als Heimat zu denken, damit die Idee Europas eine Zukunft hat?

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Überblick über die Termine der 2. Jahreshälfte:

 

Donnerstag, den  25. Juli 2019  um 19:30 Uhr

Ort: „Gartenhaus“, Stadtbibliothek Baden-Baden zum

Vortrag mit anschließendem Gespräch in moderierter Runde

 

 

Donnerstag, den  29. August 2019  um 19:30 Uhr

Ort: „Gartenhaus“, Stadtbibliothek Baden-Baden zum

Vortrag mit anschließendem Gespräch in moderierter Runde

 

 

Donnerstag, den  26. September 2019  um 19:30 Uhr

Ort: „Gartenhaus“, Stadtbibliothek Baden-Baden zum

Vortrag mit anschließendem Gespräch in moderierter Runde

 

 

Donnerstag, den  31. Oktober 2019  um 19:30 Uhr

Ort: „Gartenhaus“, Stadtbibliothek Baden-Baden zum

Vortrag mit anschließendem Gespräch in moderierter Runde

 

 

Donnerstag, den  ? November 2019  um 19:30 Uhr

Ort: „Gartenhaus“, Stadtbibliothek Baden-Baden zum

Vortrag mit anschließendem Gespräch in moderierter Runde

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Badener Denker

Aufsätze der Gesellschaft für angewandte Philosophie – GPH Band Eins

208 Seiten, Pb., ISBN 9783-748-13325-4

mit Grußworten und Autorenporträts