2026


Donnerstag, den 21. Mai 2026 um 19:00 Uhr

Ort: „Gartenhaus“ der Stadtbibliothek Baden-Baden, Luisenstraße 34

Vortrag und anschließendes Gespräch in moderierter Runde mit:

 Prof. Dr. Renate Dürr (KIT) zum Thema: „Lammfromme Streithammel“

 Was wir „Mittelalter“ nennen, erstreckt sich über rund 1000 Jahre, und von einer Einheit kann dabei keine Rede sein. So ist es kein Wunder, wenn allenthalben und kräftig gestritten wurde. Die großen Kontroversen: Rom gegen Konstantinopel, Kaiser gegen Papst und Landesfürsten, mehrere Schismen, die Debatte über die menschliche Freiheit und die göttliche Vorherbestimmung. Wir werden uns nicht mit allen Themen beschäftigen, sondern zwei besonders streitbare Hammel herausgreifen, denen man jedoch keineswegs die Frömmigkeit absprechen kann: Wilhelm von Ockham und Anselm von Canterbury.


Donnerstag, den 30. April 2026 um 19:00 Uhr

Ort: „Gartenhaus“ der Stadtbibliothek Baden-Baden, Luisenstraße 34

Vortrag und anschließendes Gespräch in moderierter Runde mit:

 Dr. Mechthild Ralla (Lehrbeauftragte für Philosophie i. d. Erwachsenenbildung) zum Thema: Tolerant – Intolerant? – Begründet Urteile fällen

Nicht nur in interkulturellen Konfliktsituationen sind wir konfrontiert mit der Frage, aus welchem Grund tolerantes Verhalten gefordert wird. Welche Verständnisweisen liegen zugrunde, welche Werte stehen zur Debatte und wie wird dabei moralisch argumentiert? Anhand von Fallbeispielen und grundsätzlichen Überlegungen soll eine philosophisch fundierte Reflexion eingeleitet werden.


Donnerstag, den 26. März 2026 um 19:00 Uhr

Ort: „Gartenhaus“ der Stadtbibliothek Baden-Baden, Luisenstraße 34

Vortrag und anschließendes Gespräch in moderierter Runde mit:

Dr. Gerhard Elwert (Vorstandsmitglied der GPH) zum Thema:

 „Vom verborgenen Gott“ – Ein Dialog von Nikolaus von Kues um 1445

Was grundsätzlich unerkennbar ist, ist verbor­gen. Und dennoch könnte man über das Unwahrnehmbare nicht sprechen, wenn es nicht symbolisch sichtbar wäre und man im Kirschbaum nicht Gott spekulativ erkennen würde. Doch wie kann im realen Kirschbaum der un­sichtbare Gott wahrgenommen werden? Ist dies nicht eine sportliche Behauptung? In einem fiktiven Dialog zwischen einem Heiden und einem Christen ermutigt Cusanus seine Leser, die Beziehung zwischen Gott und der Welt nicht als Gegensatzpaar, sondern als Einheit zu verstehen, ohne Gott zu verweltlichen und die Welt zu vergöttlichen. Auch Blaise Pascal, Johannes Calvin, Martin Luther und teils die moderne Mystik und Spiritua­lität folgen diesem Gedanken.